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JHV NABU 2016


05.03.2016: Jahreshauptversammlung Naturschutzbund Deutschland, Gruppe Twistetal

Twiste. Von den aktuellen naturschutzrechtlichen Maßnahmen am alten Steinbruch bei Mühlhausen berichtete Friedhelm Wernz als Vorsitzender der Gruppe Twistetal im Naturschutzbund Deutschland bei der Jahreshauptversammlung des Vereins. Die Arbeiten gelten als besonderes förderungswürdig und wurden von der Unteren Naturschutzbehörde empfohlen. Es werden Sträucher geschnitten, der Astschnitt entsorgt, die Vegetationsfläche abgemagert.

Besonders wichtig sei das Ausbaggern des versumpften Teiches und die Anlage neuer Teiche, hieß es in der Versammlung. Damit soll die hier vorkommende und vom Aussterben bedrohte Population der Geburtshelferkröte gerettet werden. Im vergangenen trockenen Sommer konnten diese auf der Roten Liste stehende Krötenart sowie andere Amphibien hier nur überleben, weil der austrocknende Tümpel von Nabu-Vorstandsmitgliedern mittels Kanistern mit Wasser aufgefüllt wurde.

Weiterhin stehen auch für dieses Jahr Pflegemaßnahmen an den betreuten Flächen an, beispielsweise das Schneiden von Kopfweiden, Beseitigung von Sturmschäden, Instandsetzung von Teichanlagen, Nisthöhlenkontrollen. Auch Wanderungen und Ausflüge sind geplant.

Im vergangenen Jahr absolvierten die Naturschützer 18 Aktivitäten, darunter acht Arbeitseinsätze, drei Nisthöhlenkontrollen sowie fünf Fahrten und naturkundliche Wanderungen. Der Nabu Twistetal mit seinen 117 Mitgliedern betreut 27 Schutzgebiete auf insgesamt 36 Hektar Fläche. Ein Teil der Pflege wird extern vergeben. Außerdem werden sechs Hektar Schutzgebiet am Berndorfer Molkenberg von Schafen beweidet.

Der Dank des Nabu-Vorstandes galt unter anderem der Gemeinde Twistetal für ihre alljährliche finanzielle Unterstützung zugunsten der wichtigen Maßnahmen in Sachen Naturschutz. 

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung zeigte Tierfotograf Dieter Bark seinen Fotovortrag über „Begegnungen mit wildlebenden Tieren in unserem Landkreis 2015“. Spektakuläre Bilder von selten zu beobachtenden Tieren wie Feldhühner, Dachs, Hase, Eulenarten und Eisvogel wurden hierbei vorgestellt.

Dieser Vortrag wird noch einmal wiederholt: Mittwoch, 16. März, ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus Korbach.

(Ursula Trautmann)




Am Kieselschieferbruch bei Mühlhausen kommen außer bedrohten Amphibienarten auch Pflanzen wie Orchideen, Türkenbundlilie und Fransenenzian vor.






Dieser Amphibientümpel soll vorsichtig vertieft werden, damit er nicht wieder austrocknen kann.

 

 
 
 
   
 



Letzte Änderung:
October 16. 2017 02:28:20